Anita Augspurg

   
   

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Anita Augspurg wurde am 22. September 1857 in Verden (Aller) als jüngste von fünf Geschwistern geboren und starb am 20. Dezember 1943 in Zürich. Ihre Eltern waren Obergerichtsanwalt Wilhelm Augspurg und dessen Frau Auguste (geb. Langenbeck). Nach dem Besuch der Höheren Töchterschule in Verden arbeitete sie zunächst in der Anwaltspraxis ihres Vaters mit und absolvierte später eine Ausbildung als Turnlehrerin. Während dieser Ausbildung nahm sie Schauspielunterricht. Später eröffnete Augspurg gemeinsam mit einer Freundin das photographische Atelier "Elvira" in München. Augspurg war Mitbegründerin des deutschen Frauenvereins "Frauenwohl" und setzte sich so für das Recht ein, Frauen zum Hochschulstudium zuzulassen. Da Frauen in Deutschland der Zugang zu den Universitäten verwehrt blieb, schrieb sie sich in Zürich für den Studiengang Jura ein. Unter Mitarbeit von Augspurg wurde in Karlsruhe das erste Mädchengymnasium eröffnet, dessen Abschlußprüfung zum Studium an allen deutschen Hochschulen berechtigt. Im Jahr 1896 lernte sie ihre spätere Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann kennen. 1902 fand die Gründung des "Deutschen Verbands für Frauenstimmrecht" statt, mit Augspurg als Präsidentin. Augspurg und Heymann gaben in den Jahren 1919-1933 die Feministische und Pazifistische Zeitschrift „Die Frau im Staat“ heraus. Im Jahre 1933 wurden Augspurg und Heymann nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten dazu gezwungen ins Exil in die Schweiz zu fliehen. Sie verdienten sich ihren Lebensunterhalt dort mit publizistischen Tätigkeiten, da ihr Vermögen in Nazideutschland von den Nazis beschlagnahmt wurde. Am 20. Dezember 1943 stirbt Anita Augspurg, fünf Monate nach dem Tod ihrer Lebensgefährtin in Zürich.

(http://www.jff.de/meta/bos_sozial_muc/index.php?title=Anita_Augspurg)

   
   
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