Die 12. Jahrgangsstufe

   
 
Allgemeines

Absolvieren Sie die 12. Jahrgangsstufe der Berufsoberschule und legen die Abschlussprüfung erfolgreich ab, so erhalten Sie die allgemeine Fachhochschulreife. Dieser Abschluss gibt Ihnen die Möglichkeit zum Studium aller Studiengänge an Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland. Der erfolgreiche Abschluss der 12. Jahrgangsstufe oder die bestandene Prüfung zur allgemeinen Fachhochschulreife ermöglicht Ihnen den Besuch der 13. Jahrgangsstufe.

berufliche Voraussetzungen
  • eine mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung im sozialen bzw. gesundheitlichen Bereich (vgl. Berufszuordnung) oder
  • eine mindestens zweijährige schulische Berufsausbildung mit staatlicher Abschlussprüfung abgeschlossen oder
  • eine Anstellungsprüfung in einer Laufbahn des mittleren oder gehobenen nichttechnischen oder technischen Dienstes oder
  • eine Dienstanfängerprüfung für den mittleren technischen Dienst oder
  • fünf Jahre Berufstätigkeit, davon mindestens 1 Jahr im sozialen bzw. gesundheitlichen Bereich oder
  • zusätzlich zur Ausbildung im technischen oder wirtschaftlichen Bereich eine soziale oder gesundheitliche Tätigkeit von einem Jahr (z. B. Zivildienst im pflegerischen Bereich, Freiwilliges Soziales Jahr, Au-pair-Tätigkeit etc.)

Bitte beachten Sie!
In eine der beruflichen Vorbildung nicht entsprechende Ausbildungsrichtung kann nur aufgenommen werden, wer zusätzlich eine für die angestrebte Ausbildungsrichtung einschlägige Berufstätigkeit, ein mindestens sechsmonatiges einschlägiges betreutes Praktikum in Vollzeit oder das erfolgreiche Durchlaufen einer einschlägigen fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule nachweist; die Berufstätigkeit muss bei Vollzeitbeschäftigung ein Jahr, bei Teilzeitbeschäftigung einen entsprechend längeren Zeitraum umfassen. In Zweifelsfällen hinsichtlich der Berufsausbildung, der Berufserfahrung und der Berufstätigkeit oder ihrer Zuordnung zu einer Ausbildungsrichtung entscheidet die oder der Ministerialbeauftragte.

schulische Vorbildung
Für die Aufnahme in die 12. Jahrgangsstufe ist zusätzlich zur Berufsausbildung ein mittlerer Schulabschluss erforderlich.
Aufnahmeprüfung

Die Aufnahmeprüfung für BewerberInnen entfällt

  1. bei Vorliegen der Erlaubnis zum Vorrücken in die Jahrgangsstufe 11 des Gymnasiums oder
  2. bei einem Notendurchschnitt von mindestens 3,5 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik im Zeugnis des mittleren Schulabschlusses oder
  3. wenn im Jahreszeugnis der Vorklasse oder des Vorkurses in allen Fächern mindestens die Note 4 (mindestens 4 Punkte) erzielt wurde, wobei Note 5 in einem Fach durch eine 2 oder zweimal Note 3 in einem gleichwertigen Fach ausgeglichen werden kann.

BewerberInnen, die den mittleren Schulabschluss spätestens im Schuljahr 99/00 erworben haben, müssen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik einen Notendurchschnitt von 3,7 erreichen.

Wer diese Voraussetzungen nicht erfüllt, muss sich einer schriftlichen Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik unterziehen und in allen Fächern mindestens die Note 4 (mindestens 4 Punkte) erzielen, wobei Note 5 in einem Fach durch eine 2 oder zweimal Note 3 ausgeglichen werden kann.

Den Termin für die Aufnahmeprüfung erfahren Sie unter Termine.

Schulbesuch

Der Schulbesuch ist kostenlos. Es wird ein Kopiergeld von ca. 20 € erhoben.

Beim Besuch der 12. und 13. Klasse wird BaföG gewährt, und zwar unabhängig vom Einkommen der Eltern und ohne Rückzahlungspflicht. Die Altersgrenze für die Gewährung einer Förderung nach dem BaföG liegt bei 30 Jahren.

Die Schule ist eine Vollzeitschule mit ca. 34 Wochenstunden. Sie müssen zusätzlich mit 15 Wochenstunden häuslicher Arbeit rechnen.

Der Schulbesuch – so er erfolgreich sein soll – erfordert von Ihnen hohe Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Motivation.

Fächer

Ausbildungsrichtung Sozialwesen:

Deutsch – Englisch – Mathematik – Pädagogik/Psychologie als Prüfungsfächer - sowie Geschichte/Sozialkunde – Biologie – Sozialwirtschaft und Recht – Soziologie – Ethik oder Religion

Ausbildungsrichtung Gesundheit:

Deutsch – Englisch – Mathematik – Gesundheitswissenschaften als Prüfungsfächer - sowie Geschichte/Sozialkunde – Chemie – Biologie – Kommunikation und Interaktion – Ethik oder Religion

Wahlpflichtfächer und Wahlfächer

Neben den Pflichtfächern Ihrer Ausbildungsrichtung müssen Sie mindestens ein Wahlpflichtfach belegen (höchstens aber 2).
Sie können wählen zwischen der 2. Fremdsprache in Französisch, Italienisch, Latein oder Spanisch (vierstündig)
und/oder folgenden Wahlpflichtfächern (je zweistündig):

  • Sozialpsychologie
  • Spektrum der Gesundheit
  • English Book Club

Daneben können Sie auch Sport oder Szenisches Gestalten wählen. Diese Fächer zählen allerdings nicht zum Abiturdurchschnitt.
Sie wählen diese Fächer bei der Anmeldung.

Als 2. Fremdsprache können Sie nur ein Fach wählen, in dem Sie noch nicht über Kenntnisse auf dem Niveau B1 verfügen.

Das gewählte Fach besuchen Sie das ganze Schuljahr und es müssen Leistungsnachweise erbracht werden.
Aus organisatorischen Gründen kann es sein, dass ein Fach nicht zustande kommt, deshalb sollten Sie immer eine 1. Wahl und eine 2. Wahl angeben.


Folgendes gilt es noch zu bedenken:

Ein zusätzliches Wahlpflichtfach bedeutet zusätzliche Belastung und Unterricht an einem weiteren Nachmittag. Aus jedem einbringbaren Fach muss mindestens eine Halbjahresnote im Fachabiturzeugnis eingebracht werden. Bei Wahl eines nicht einbringbaren Faches kann nur eine von 18 Halbjahresnoten nicht im Fachabiturzeugnis eingebracht werden (sonst drei von 20 HJ-Noten!) Ein Wechsel des Wahlpflichtfaches ist nach einem Jahr möglich, aber nicht in eines, das auf dem Inhalt der 12. Klasse aufbaut.

Für die Allgemeine Hochschulreife müssen in der 2. Fremdsprache in der 13. Klasse beide Halbjahresnoten eingebracht werden.

Probezeit

Neu aufgenommene SchülerInnen sowie SchülerInnen, denen das Vorrücken auf Probe gestattet wurde, unterliegen einer Probezeit. Wer in allen Pflichtfächern im Jahreszeugnis der Vorklasse oder des Vorkurses mindestens die Note 3 erzielt hat, unterliegt bei unmittelbar fortgesetztem Schulbesuch nicht der Probezeit. Weitere Probezeitvereinbarungen kann die Lehrerkonferenz festsetzen.

Die Probezeit dauert bis zum 15. Dezember des laufenden Schuljahres.