Städtische Berufsoberschule für Sozialwesen

Merkblatt zum Fachreferat

1. Ziel

Ziel des Fachreferats ist die selbstständige Erarbeitung und Präsentation eines Themas bzw. einer Aufgabe in Form eines mündlichen Vortrages. Ausgehend von der Verwendung und Auswertung von wissenschaftlicher Literatur soll eine eigenständige Leistung erbracht werden.

2. Inhalt

Thema und genaue Aufgabenstellung des Fachreferates ergeben sich aus dem Lehrplan bzw. dem Unterricht des jeweiligen Faches und werden in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Fachlehrkraft festgelegt.

3. Zuordnung zum Fach

Das Fachreferat kann in jedem Fach gehalten werden. Eine gleichmäßige Verteilung auf alle Fächer ist notwendig. Die Koordination übernimmt die Klassleitung in Absprache mit den Fachlehrkräften.

4. Anforderungen

In allen Fächern sind folgende Leistungen zu erbringen:

- ein Vortrag von ca. 10-20 Minuten Länge,

- ein Hand-out von maximal zwei Seiten mit korrekter Angabe der verwendeten Literatur (1-3 Titel),

- falls erwünscht bzw. notwendig: eine Stellungnahme zu Fragen zum Referat in einer anschließenden Diskussion.

5. Gewichtung und Bildung der Referatsnote

Die Note des Referats zählt ein Drittel der mündlichen Gesamtnote.

Der Note des Referats liegen alle im Zusammenhang mit dem Referat erbrachten Leistungen zu Grunde, vor allem das Thesenpapier und der Vortrag. Gewertet werden können aber auch die Selbstständigkeit und Orginalität von Themenwahl und Bearbeitung, die Einhaltung der Zeitplanung u.a..

Der Inhalt des Referats und die Präsentation haben denselben Stellenwert und werden gleich gewichtet. 

6. Zeitplanung

Die Festlegung des Faches, in dem das Referat gehalten wird, und die Themenvergabe erfolgen nach der Probezeit.

Die Einführung ins Referat übernimmt das Fach Deutsch in der Zeit bis Weihnachten..

Termine für die Abhaltung der Referate werden von der Fachlehrkraft vorgegeben. Der/die SchülerIn hat Anspruch auf eine Vorbereitungszeit von vier Wochen, in beiderseitigem Einverständnis kann diese Zeit verkürzt werden. Prinzipiell können Fachreferate jedoch erst nach der Probezeit gehalten werden.

7. Das "hand-out"

Das "hand-out" soll dem Zuhörer das Verständnis des Vortrages erleichtern und ausführliches Mitschreiben ersparen. Es enthält:

- die genaue Angabe des Themas,

- die Gliederung des Vortrages,

- die wichtigsten Informationen.

Formuliert sein kann es:

- in klaren, grammatikalisch korrekt verbundenen Stichworten,

- als zusammenhängender Text in ganzen Sätzen.

Eine einheitliche sprachliche Darstellungsweise empfiehlt sich.

Die Wahl der Darstellungsform hängt vom Thema ab und erfolgt in Absprache mit der Fachlehrkraft.

Am Ende des "hand -out" ist die verwendete Literatur anzuführen, und zwar einer korrekten Darbietungsweise.

Ein wichtiges Bewertungskriterium des "hand-outs" ist die äußere Form. So muss es:

- maschinenschriftlich dargeboten werden (die Computer der Schule können dazu genutzt werden),

- übersichtlich gestaltet sein (Zeilenabstand: einzeilig, Schriftgröße 11, Ränder ca. 2 cm), sodass ein schnelles Erfassen der Gliederung und der Information möglich ist.

Das "hand-out" ist der Lehrkraft, wenn nicht anders vereinbart, spätestens drei Tage vor dem Vortrag auszuhändigen. 

8. Der Vortrag

Präsentationsweise

Der Vortrag erfolgt grundsätzlich:

- in freier Rede,

- und in eigenen Worten,

- grammatikalisch korrekt und klar zu formulieren.

Fachsprache und Fachbegriffe sind zu verwenden. Achten Sie bei Fremdörtern auf eine korrekte Aussprache.

Umgangssprache und umgangssprachliche Ausdrücke sind nicht erlaubt (z.B. Durch diese Vorfälle war der Kanzler echt genervt.)

Der Rückgriff auf ein Stichwortzettel ist sinnvoll, nicht aber das Ablesen eines vorher geschriebenen Textes. Das Ablesen von Zitaten ist gestattet.

Der Referent muss, soweit es sich nicht um Allgemeinwissen handelt, deutlich machen, woher die Information stammt, auf die er sich stützt. Auf benutzte Literatur ist also hinzuweisen, indem Autor, Titel, Erscheinungsjahr und Erscheinungsort genannt werden.

Soweit möglich und sinnvoll sind an entscheidenden Stellen auch wörtliche Zitate in der dafür üblichen Form in den Vortrag einzubauen. 

Der Vortrag sollte durch Anschauungsmaterial gestützt werden. (Folien, Diagrammen, Ausschnitten aus Videos etc.)

Während des Referats ist der Bezug zum Publikum über den Blickkontakt ständig zu beachten und herzustellen.

Die Körpersprache (Mimik, Gestik) ist ein wichtiges Mittel des Ausdrucks und sollte bewusst eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit zu sichern und das Verständnis zu erleichtern.

Aufbau

Das Referat ist klar und logisch zu gliedern.

Es kann mit einem motivierenden Einstieg beginnen. 

Sodann folgt die eigentliche Einleitung. In ihr sind Thema und Erkenntnisinteresse, eventuell verwandte Methoden, klar zu benennen.

Der sich anschließende Hauptteil muss ebenfalls einen klaren Aufbau aufweisen.

Seine Gliederung sollte im Vortrag durch explizite Verweise (z.B. „Ich kommen nun zum zweiten Punkt meines Referates“) oder abschließende Zusammenfassungen deutlich gemacht werden. (z.B „Zusammenfassend läßt sich zum Bisherigen sagen ....“) 

Den Schluss kann eine abschließende Zusammenfassung oder ein Ausblick bilden.

9. Die Stellungnahme (bei Bedarf)

An das Referat kann sich, soweit notwendig bzw. erwünscht, eine Diskussion anschließen. In dieser soll der/die Referentin kompetent zu Fragen der Klasse bzw. der Lehrkraft Stellung nehmen und seine Fähigkeit zur Diskussion unter Beweis stellen.

(c) Schneider   zurück