Grundbegriffe der Stochastik
Seminararbeit von Antje Lauber, November 2003

2.2 Ergebnisraum

Definition:
Der einem Zufallsexperiment zugeordnete Ergebnisraum zeichen omega ist eine Menge von Elementen w1,w2...wm mit folgenden Eigenschaften:
1. Jedes Element wk element omega ist ein mögliches Ergebnis des Zufallsexperiments.
2. Jedem Ergebnis des Zufallsexperiments entspricht genau ein Element von omega.

Beispiel 1:
Beim Werfen einer Münze ergiebt sich folgender Ergebnisraum:

ergebnisraum beispiel 1 =

hierbei wird W als Abkürzung für Wappen und Z als Abkürzung für Zahl verwendet.

Beispiel 2:
Für das Würfeln mit zwei Würfeln (rot und grün) erfüllt die Menge

omega1 zu beispiel 2

tatsächlich beide Bedingungen der Definition und ist damit geeignet als Ergebnisraum für dieses Zufallsexperiment. Auch

omega 2 beispiel 2

ist ein Ergebnisraum, wenn man die Elemente von zeichen omega1 als Summe der geworfenen Augen betrachtet. Das bedeutet, dass man für ein Experiment verschiedene Ergebnisräume angeben kann.
zeichen omega2 unterscheidet sich von zeichen omega 1 dadurch, dass es mehr Informationen enthält als zeichen omega1, jedoch noch immer nicht genug, um die genauen Augenzahlen der beiden Würfel einzeln anzugeben. Diese Forderung führt dazu, dass als Elemente des Ergebnisraums alle möglichen Zahlenpaare der Form (n1, n2) angegeben werden müssen, wobei n1 die Augenzahl des roten und n2 die Augenzahl des grünen Würfels bedeuten. Der so definierte Ergebnisraum enthält offenbar die meisten Informationen über das Zufallsexperiment; er heißt feinster Ergebnisraum. Es ist zweckmäßig immer den kleinsten Ergebnisraum für die Beschreibung eines Experiments zu wählen.


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