Grundbegriffe der Stochastik
Seminararbeit von Antje Lauber, November 2003

2.4.1 Relative Häufigkeit

Definition:
Ist ein Ereignis zeichen ereignis bei n-maliger Durchführung eines Zufallsexperimentes z-mal eingetreten, so wird dem Ereignis zeichen ereignis durch die Festsetzung

formel relative häufigkeit

genau eine rationale Zahl zeichen relative häufigkeit zugeordnet, die man als relative Häufigkeit des Ereignisses zeichen ereignis bezeichnet.

Beispiel:
Ein Würfel wurde 30mal geworfen; interessant sei das Ereignis zeichen ereignis "Augenzahl 6". Es ergaben sich folgende Augenzahlen:

augenzahlen beispiel

Das Ereignis zeichen ereignis "Augenzahl 6" hat dann die relative Häufigkeit lösung relative häufigkeit beispiel.
Die Angabe der Häufigkeit muß man hier auf die Anzahl n der einzelnen Durchführungen des Zufallsexperimentes beziehen (hier: 30 Durchführugen).

Wenn man als Ergebnis feststellt, daß das Ereignis zeichen ereignis 4mal eingetreten ist, so ist diese Formulierung wenig aussagekräftig, weil dabei nicht berücksichtigt wird, wie oft das Zufallsexperiment durchgeführt wurde. Es könnte ja sein, daß der Würfel mur 4mal geworfen wurde und dabei folgende Augenzahlen lieferte: 6 6 6 6. Auch dann ist das Ereignis 4mal eingetreten.

Man ordnet dem Ereignis also eine Zahl zeichen absolute häufigkeit zu, die angibt, wie oft das Ereignis bei der wiederholten Durchführung des Zufallsexperimentes eintritt. Man nennt zeichen absolute häufigkeith die "absolute Häufigkeit des Ereignisses. Im o. g. Beispiel ist zeichen absolute häufigkeit = 4, d. h. die "Augenzahl 6" ist 4 mal eingetreten.


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