Mit der Stadt München verbinden viele Menschen noch heute den Begriff „Kunststadt“. Tatsache ist, dass sich München seit dem 17. Jahrhundert, insbesondere jedoch im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts zu einer Kunstmetropole von europäischen Rang entwickelte. Die an Plätzen, Straßen und Museen zu findenden Schätze, begeistern die Bewohner Münchens sowie auch seine Besucher immer wieder aufs neue.

Königliche Haupt- und Residenzstadt
Kurfürst Maximilian IV. Joseph hatte gleich zu Beginn seiner Amtszeit
mit den schweren Folgen der französischen Revolution zu kämpfen.
Am 28. Juni 1800 wird die bayerische Landeshauptstadt von französischen
Truppen besetzt. Der Kurfürst, und sein Berater Monteglas verbündeten
sich mit Napoleon. Die Bayern zogen so an der Seite Frankreichs in die berühmte
Dreikaiserschlacht von Austerlitz. Napoleon kehrte im festlichen Triumphzug
nach München zurück. Als Belohnung verkündet er nicht nur den
Anschluss linksrheinischer Gebiete an das Bayerische Reich, sondern verkündet
auch die Proklamation Bayerns zum Königreich. Unter dem von Napoleon
zu König Maximilian I. wurde München zur königliche Haupt-
und Residenzstadt Bayerns. Der glänzende Minister und Staatsmann, Maximilian
Graf von Monteglas schuf die Grundlagen für einen modernen bayerischen
Staat. Er war zudem der Initiator des bayerischen Landtages. 1806 zogen die
Bayern abermals als Verbündete Frankreichs in den Krieg.. Napoleons katastrophal
Organisierter Rußlandfeldzug kostet insgesamt 34
000 bayerischen Soldaten das Leben. Die Bayern gehen noch während
des Krieges ein Bündnis mit Russland, Österreich und Preußen
ein, die Napoleon vernichtend schlugen. Bayern konnte nach dem Wiener Kongress
einen Großteil der eroberten Gebiete behalten. Nach dem Ableben Maximilian
I. Josef 1825 war Bayern ein wohl geformter Staat mit einer modernen Verwaltung.
Mit Ludwig I. deutsch nationaler
Geist nach München. Ludwig I. formte aus München eine europäische
Hochburg der bildenden Künste, welche Künstler aus ganz Europa anzog.